Samstag, 15. Dezember 2012, 01:04
Der Opel Ampera ist ein viersitziges Elektro-Hybridfahrzeug von Opel auf Grundlage des Voltec-Antriebs.
Das als erstes von General Motors auf dieser Basis angebotene Modell ist der Chevrolet Volt. Die Wagen werden in den Vereinigten Staaten produziert. Die Markteinführung in Europa sollte im November 2011 erfolgen, wurde aber wegen Feuergefahr der Batterien nach Unfällen auf den 14. Januar 2012 verschoben.
Als Opel Ampera wurde der Wagen im März 2009 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt. Im Vereinigten Königreich soll das Fahrzeug unter dem Namen Vauxhall Ampera als Rechtslenkerversion ab dem 1. Quartal 2012 angeboten werden.
Technik und Fahrleistungen
Bei voller Batterie fährt der Ampera 40 km bis 80 km ausschließlich elektrisch. Der eingebaute Verbrennungsmotor mit der 54-kW-Generator-Einheit startet automatisch, sobald die Batterie den minimalen Ladezustand unter 26 % (4,1 kWh) erreicht hat, und liefert dann den elektrischen Fahrstrom; dieser Fahrzeugtyp wird daher auch Extended-Range Electric Vehicle (Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite) genannt.
Der Elektromotor des Opel Ampera hat eine maximale Leistung von 111 kW und ein Drehmoment von 370 Nm, welches in einem größeren Drehzahlbereich als bei Verbrennungsmotoren zur Verfügung steht. Die maximale Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 9 Sekunden, die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit beträgt 161 km/h. Zum Vergleich: der 1,8-l-Benzinmotor mit 103 kW (140 PS) des Opel Insignia hat 175 Nm, was für eine maximale Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11,4 s und eine Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h reicht; der 2,8-l-Motor mit 190 kW (260 PS) hat 350 Nm, eine Beschleunigungszeit von 6,9 s und eine auf 250 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit; der Insignia ist mit einer Leermasse von mindestens 1470 kg (je nach Ausstattung) dabei 262 kg leichter.
Als Verbrennungsmotor kommt ein „family-0“-Motor der Opel Ecotec-Serie mit 1,4 l Hubraum und 63 kW zum Einsatz.
Betriebsmodi
Das Fahrzeug wird über ein Planetengetriebe stufenlos in mehreren Betriebsmodi vor allem durch Elektromotore angetrieben. Bei niedrigem Ladezustand des Akkus wird durch den Verbrennungsmotor ein Generatormotor angetrieben, der dann den weiteren Fahrstrom liefert (serieller Modus). Bei hoher Leistungsanforderung wird dieser Generator dann auch als Elektromotor für den Antrieb eingesetzt.
Bei der Anforderung hoher Antriebsleistung bei niedrigem Ladezustand der Traktionsbatterie kann in einem speziellen Betriebsmodus der Verbrennungsmotor direkt in den Antriebsstrang eingekoppelt werden. Durch diesen "parallelen Modus" erhöht sich die Effizienz des Gesamtsystems, weil mehrfache Energieumwandlungen (Verbrennungsmotor-Generator-Elektromotor) entfallen.
Batterietechnik
Die aus 288 Zellen (3 parallel, 96 in Reihe) aufgebaute Traktionsbatterie hat eine Nennkapazität von 16 kWh. Die Lithium-Ionen-Batterie wird aus Haltbarkeitsgründen nur in einem begrenzten Betriebsfenster (Nutzkapazität) betrieben. Obwohl für diesen Bereich 30 bis 80 Prozent der Nennkapazität (also nur rund 8 kWh Nutzkapazität) publiziert wurden, können lt. Angabe des Bordcomputers in der Praxis beim Serienfahrzeug bis 10,5 kWh genutzt werden.
Eine Vollladung per Stecker auf 100 % findet nicht statt, um weitere Ladung durch Rückgewinnung von Bremsenergie aufnehmen zu können und den Akku zu schonen. Auf längeren Strecken wird der Verbrennungsmotor als Generatorantrieb zum Erzeugen des Fahrstromes und Erhalten des Mindestladepegels automatisch zugeschaltet, wodurch sich die Reichweite ohne Zwischenstop - bei 35 Liter Tankvolumen - auf über 500 Kilometer vergrößert.
Opel /General Motors produziert im Gegensatz zu (anderen) deutschen Fahrzeugherstellern die Batterie für den Ampera selbst und gewährt auf die Batterie eine weltweite Garantie von 8 Jahren bzw. 160.000 Kilometer.
Verbrauch
Den Verbrauch gibt der Hersteller nach Norm ECE R101[7] mit 1,2 l/100 km (nur Benzinverbrauch) für die ersten 100 km an, für alle weiteren 100 km ohne zwischenzeitliche Batterieladung werden 4,8 l/100 km bzw. 5,0 l/100 km angegeben. In der Praxis kam der Ampera im rein elektrischen Betrieb 40 bis 80 km weit.